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Ayça Miraç – A Window to the Bosporus


Erscheint am 06.02.2026 bei Neuklang (Deutschland) und Doğan Music Company (Türkei)

Der melodische Strom des Bosporus trifft auf zeitgenössischen Jazz

Mit ihrem neuen Album A Window to the Bosporus öffnet die Jazzsängerin und Komponistin Ayça

Miraç ein Fenster zu einem facettenreichen Großstadtmosaik: In einer einzigartigen Begegnung von

türkischen und lasischen Traditionen mit modernen Jazz-Elementen und Eigenkompositionen, erzählt

das Album Geschichten, die von Sehnsucht, Liebe und der unvergleichlichen Atmosphäre der

Metropole Istanbul durchzogen sind.

Ein Quartett mit internationalem Klang

Ayça Miraç wuchs im Ruhrgebiet auf und studierte Jazzgesang. 2017 gründete sie ihr gegenwärtiges

Quartett in Köln, das sich aus herausragenden Musikern zusammensetzt, mit denen sie gemeinsam

ihre Vision von lyrischem Worldjazz auf höchstem Niveau realisieren kann.

Ihr Gesang, der von einem türkischen Radiosender mit den Worten „Ihre Stimme ist wie Wasser, und

ihr zu lauschen ist eine wahre Freude“ beschrieben wurde, fließt frei zwischen verschiedenen

Klangwelten und verleiht der Musik durch ihre sanfte und doch ausdrucksstarke Tonsprache eine

besondere emotionale Tiefe.

Zum Ensemble gehören der aus Brasilien stammende Jazzpianist Henrique Gomide, dessen Spiel die

Weite des Meeres musikalisch spiegelt und mal mit verspielten, mal mit eher kontemplativen Soli

bereichert, der Kontrabassist und Co-Arrangeur Philipp Grußendorf, der mit seinem tragfähigen Ton

das harmonische Fundament legt und den musikalischen Fluss subtil ausgestaltet, sowie der

Schlagzeuger Marcus Rieck an, dessen vielschichtige Texturen zwischen mitreißendem Drive und

dezent eingesetzten Impulsen changieren.

Das Quartett überzeugt durch intuitive Interaktion und innovative Arrangements. Das Debütalbum

Lazjazz wurde 2018 mit Förderung des Landesmusikrats NRW veröffentlicht und erschien später bei

Doğan Music in der Türkei. 2019 sendete WDR3 ein Konzert vom Rudolstadt-Festival live – Die Zeit

schrieb: „Introspektiv betörte die lasische Sängerin...“. Im selben Jahr gewann die Band den CREOLE

NRW-Wettbewerb. Zuletzt erschienen Live-Videos und Singles aus der Philharmonie Essen.

Kulturelle Verbundenheit bei gleichzeitiger Offenheit für neue Ästhetik

Als Tochter einer lasischen Mutter setzt sich Miraç für den Erhalt der vom Aussterben bedrohten

lasischen Sprache ein. Die Lasen, Nachfahren der antiken Kolcher, leben seit Jahrhunderten in der

bergigen Schwarzmeerregion, die sich von der Türkei bis nach Georgien erstreckt. Viele von ihnen

wohnen heute in Istanbul oder im Ausland.

Mit traditionellen Liedern wie „Heyamo“, „Ele Mele Kismeti“ (zu Deutsch: Du mein Schicksal) und

„Heyamoli“ bewahrt sie den einzigartigen Charakter der lasischen Volksmusik und interpretiert ihre

archaisch anmutenden Melodien neu, indem sie sie mit einer moderneren Klangästetik feinfühlig

verbindet. Gleichzeitig entführen Eigenkompositionen wie „Yelkenler“ (die Segel) und „Akşam

Boğaziçi´nde“ (Abends am Bosporus) in die romantischen, cineastischen Kulissen des Bosporus und

spiegeln die Magie des alten Istanbuls wider.

Diese Welt ist wie ein Fenster…

Die Sängerin, die neben ihrer Karriere in Europa auch zahlreiche Konzerte in der Türkei geben durfte,

singt in dem bekannten Volkslied „Bu Dünya Bir Pencere“ die Zeilen: „Diese Welt ist wie ein Fenster:

Jeder schaut hinaus und zieht vorüber“. Dieser titelgebende Gedanke zieht sich wie ein roter Faden

durch das Album.

Denn das Fenster zum Bosporus verweist auch auf den Zweitwohnsitz ihrer Familie, von dem aus sie

direkt auf die Meerenge und Brücken blickt, welche Europa und Asien verbinden. Dieser

Sehnsuchtsort voller wertvoller Erinnerungen ist ein nie versiegender Quell musikalischer Inspiration.

Ihr warmes Timbre kombiniert mit einem meisterhaft harmonisierten akustischen Instrumentalsound

erschafft ein vielschichtiges Klangpanorama, in dem sich Ost und West, sowie Tradition und Moderne

auf harmonische Weise in der Gegenwart begegnen.

A Window to the Bosporus ist eine Hommage an die magische Bosporusmetropole und ihr lasisches

Erbe, eine Einladung innezuhalten, zu lauschen und den musikalisch festgehaltenen Ausblick auf die

Schönheit eines kulturellen Schatzes zu genießen, der durch respektvolle Neuinterpretation und

Improvisation lebendig und zeitlos wird.

Ayça Miraç, Gesang, Arrangements, Komposition & Text

Henrique Gomide, Klavier

Philipp Grußendorf, Bass & Arrangements

Marcus Rieck, Schlagzeug

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